Ich schreibe, weil ich mir diesen Blog früher gewünscht hätte. Und weil ich weiß, wie viel es bedeutet, wenn jemand das benennt, was man selbst schon lange spürt.
Wie alles begann
Es gibt Momente, in denen man merkt: Das, was ich suche, gibt es noch nicht. Oder zumindest nicht so, wie ich es brauche.
Für mich war dieser Moment, als mein Kind in die Schule kam. Ich war promovierte Ingenieurin, hatte zwanzig Jahre in internationalen Unternehmen gearbeitet, hatte Menschen gecoacht und begleitet — und plötzlich stand ich vor Fragen, auf die ich keine befriedigenden Antworten fand.
Nicht weil es keine Bücher gab. Nicht weil niemand über Hochbegabung schrieb. Sondern weil das meiste entweder zu abstrakt, zu klinisch oder zu weit weg von meinem Alltag war.
Ich wollte keine Definition. Ich wollte jemanden, der versteht — und der klar benennt, was ich schon lange spürte.
Diesen jemanden habe ich lange gesucht. Irgendwann habe ich aufgehört zu suchen — und angefangen zu schreiben.
Die Lücke, die ich gespürt habe
Hochbegabung wird in unserer Gesellschaft noch immer falsch verstanden. Meistens in zwei Richtungen gleichzeitig: entweder idealisiert — als wäre es ein Ticket zum mühelosen Erfolg — oder bagatellisiert: „Das ist doch ein Luxusproblem."
Beides ist falsch. Und beides schadet.
Was ich vermisst habe, war ein Raum für das, was dazwischen liegt: die echten Herausforderungen, die sich nicht glamourös anfühlen. Das Kind, das nicht schläft, weil sein Kopf nicht aufhört zu arbeiten. Die Mutter, die erschöpft ist, weil sie jeden Tag kämpft — gegen das System, gegen Unverständnis, gegen ihre eigene Unsicherheit. Der Erwachsene, der nicht versteht, warum er sich nirgends wirklich zugehörig fühlt.
- Hochbegabung, die in der Schule unsichtbar bleibt — weil das Kind sich anpasst
- Eltern, die allein vor Schultüren stehen und nicht wissen, wie sie für ihr Kind eintreten sollen
- Professionals, die schneller denken als ihre Umgebung — und dafür bezahlen
- Familien, die erschöpft sind, aber nirgends wirklich ankommen
Genau für diese Menschen fehlt oft der richtige Ort. Dieser Blog soll dieser Ort sein.
Hochbegabung wird selten gefeiert. Aber sie wird auch selten wirklich verstanden. Ich schreibe, um diese Lücke zu schließen.
Wer ich bin — und warum das wichtig ist
Ich bin Dr. Małgorzata Brzeska. Promovierte Elektrotechnikerin vom KIT, ehemalige Business Managerin bei Siemens VDO, Continental und Ficosa, EMCC zertifizierter Coach, ECHA-Spezialistin für das Coaching Hochbegabter — und Mutter eines hochbegabten Kindes.
Das ist kein Lebenslauf. Das ist der Grund, warum ich Ihnen etwas zu sagen habe, das über Theorie hinausgeht.
Ich kenne Hochbegabung nicht nur aus Büchern. Ich kenne sie aus dem Alltag: von innen und von außen, als Begleiterin und als Beteiligte. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn das eigene Kind im Unterricht abschaltet — nicht aus Faulheit, sondern aus Überforderung durch Unterforderung. Und ich weiß, wie es sich anfühlt, selbst in Strukturen zu funktionieren, die einem nicht wirklich entsprechen.
Ich schreibe nicht als Zuschauerin. Ich schreibe als jemand, der selbst dabei war — und der gelernt hat, hinzuschauen, einzuordnen und Wege zu finden.
Diese Kombination — technische Präzision, menschliche Tiefe und gelebte Erfahrung — ist das, was diesen Blog von anderen unterscheidet. Ich schreibe fundiert. Ich schreibe klar. Und ich schreibe ohne Umwege.
Wofür dieser Blog steht
Mein Motto ist: Von Kind bis Karriere. Denn frühe Erfahrungen prägen ein Leben lang. Was ein Kind in der Schule erlebt, wie es gesehen oder übersehen wird — das klingt noch Jahrzehnte später nach.
Deshalb schreibe ich nicht nur über Kinder. Ich schreibe über den gesamten Weg:
- Das Kind, das anders denkt — und einen Raum braucht, der dazu passt
- Die Eltern, die begleiten wollen — aber selbst Orientierung brauchen
- Die Schule, die mehr könnte — wenn sie verstehen würde
- Den Erwachsenen, der sich fragt: Bin ich deshalb immer so ein bisschen anders?
- Den Professional, der mehr kann — und mehr sein will
Hochbegabung hört nicht auf, wenn die Schule endet. Sie begleitet einen — als Stärke oder als Last. Beides hängt von der Umgebung ab.
Dieser Blog ist kein Ratgeber im klassischen Sinne. Er ist ein Denkraum. Ein Ort, an dem Dinge benannt werden, die sonst oft unausgesprochen bleiben. Und ein Ort, an dem Sie nicht allein sind mit dem, was Sie bewegt.
Für wen ich schreibe
Ich schreibe für Menschen, die spüren: Da ist mehr.
- Eltern, die ahnen, dass ihr Kind mehr braucht — und nicht wissen, wo sie anfangen sollen
- Mütter und Väter, die erschöpft sind vom täglichen Kämpfen und Erklären
- Lehrkräfte, die wirklich verstehen wollen — und konkrete Impulse suchen
- Hochbegabte Erwachsene, die sich ihr ganzes Leben ein bisschen zu viel oder zu wenig gefühlt haben
- Professionals, die spüren, dass ihr Potenzial noch nicht wirklich angekommen ist
Ich schreibe nicht für alle. Ich schreibe für die, bei denen beim Lesen etwas anklingt. Die denken: Genau das meine ich. Genau das ist es.
Wenn Sie diesen Blog lesen und sich erkannt fühlen — dann sind Sie genau richtig hier.
Meine Einladung an dich
Bleib hier. Lies. Denk mit.
Und wenn du merkst, dass du mehr brauchst als einen Artikel — dass du Begleitung suchst, Klarheit, jemanden, der wirklich zuhört — dann bin ich da.
Nicht als jemand, der Antworten für dich hat. Sondern als jemand, der mit dir gemeinsam die richtigen Fragen stellt. Der einordnet, was du längst weißt — aber vielleicht noch nicht benennen konntest. Der dich stärkt, ohne dich zu vereinfachen.
Willkommen bei hochbegabthoch³. Ich freue mich, dass du hier bist.
Schön, dass du hier bist — denn genau für dich schreibe ich.