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Die besondere Rolle von Lehrern

Die besondere Rolle von Lehrern

Die Rolle von Lehrern bei begabten und hochbegabten Kindern. Hier erfahren Lehrer, was wirklich wichtig ist. Lehrer sind besonders wichtig.
Brzeska Malgorzata

Hallo ich bin Dr. Małgorzata Brzeska.

Auf meinem Blog schreibe ich über Hochbegabung, Höchstbegabung und Hochsensibilität – sowie über Wertschätzung, positive Entwicklungen im Schulsystem und neue Wege für Kinder. Wege, die wirklich zu ihnen passen.

Schön, dass du hier bist!

Die besondere Rolle von Lehrern

Es gibt Lehrer, die ein Kind und seine Eltern ein Leben lang begleiten, auch lange nachdem der Unterricht vorbei ist, weil sie mehr hinterlassen haben als Wissen – nämlich ein Gefühl von Gesehenwerden und Vertrauen. Ich will alle Lehrer ermütigen um so eine positive Position anzunehmen. 

Gerade für begabte und hochbegabte Kinder ist die Schule kein neutraler Ort, sondern ein Raum voller Erwartungen (vor allem was Wissen-Input angeht), Hoffnungen und oft auch Unsicherheiten, in dem die Rolle der Lehrkraft eine besondere Bedeutung bekommt.

Viele Eltern verbinden mit Lehrern nicht nur die Vermittlung von Inhalten, sondern die leise Hoffnung, dass jemand ihr Kind wirklich versteht und ihm die richtigen Impulse für seine Entwicklung gibt. Dabei erwartet niemand Perfektion oder tiefes Expertenwissen über Hochbegabung, sondern vielmehr Offenheit, Neugier und die Bereitschaft, das Kind als Individuum wahrzunehmen und zwar jeden Kind – hochbegabte Kinder haben hier kein Alleinstellungsmerkmal.

In der Realität zeigt sich jedoch häufig, dass die Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule nicht selbstverständlich ist, obwohl sie für die Entwicklung des Kindes entscheidend wäre. Ein Dialog an dieser Stelle würde sehr viel bringen und die Arbeit der Lehrer erleichtern. Denn immer noch Eltern sind die Experten für das jeweilige Kind. Sie sehen und erfahren in welcher Laune und mit welcher Motivation das Kind nach Hause von der Schule kommt und nicht umgekehrt. Lehrer dafür besitzen eine besondere, fast unsichtbare Kraft, mit der sie Kinder stärken, inspirieren und ihnen helfen können, ihr Potenzial zu entfalten – oder sie unbeabsichtigt begrenzen.

Ein Kind kann durch einen einzigen unterstützenden Lehrer beginnen, an sich selbst zu glauben, während fehlende Wertschätzung genau das Gegenteil bewirken kann.

Besonders sensible und schnelle Denker, wie es viele hochbegabte Kinder sind, reagieren stark auf die Haltung ihres Gegenübers und spüren sehr genau, ob sie gesehen oder eingeordnet werden. So entsteht im Klassenzimmer täglich ein feines Gleichgewicht zwischen Förderung und Anpassung, zwischen Entfaltung und Begrenzung, das maßgeblich von der Haltung der Lehrkraft beeinflusst wird.


Und genau hier beginnt die zentrale Frage dieses Artikels: Wie können Lehrer zu denjenigen werden, die nicht nur unterrichten, sondern im Leben eines Kindes wirklich einen Unterschied machen?

Die besondere Rolle von Lehrern bei begabten und hochbegabten Kindern

Für viele Kinder ist Schule ein Ort des Lernens.
Für begabte und hochbegabte Kinder ist sie oft noch mehr: ein Ort der Hoffnung.

Hier entscheidet sich, ob ihr inneres Feuer genährt oder gedämpft wird. Hier entstehen Chancen – aber leider auch Missverständnisse und Herausforderungen.

Viele Eltern sehen Schule deshalb als gemeinsames Projekt:
Kind + Eltern + Lehrer = Entwicklung

Und doch zeigt die Realität:
Diese Partnerschaft wird zu selten wirklich gelebt. Die Situationen, wo Eltern diplomatisch überlegen wie ein Lehrer anzusprechen ist, finde ich sehr Schade denn schon hier entsteht eine große Herausforderung. Eltern wollen nur das beste für ihre Kinder und suchen nach Unterstützung, Verständnis. Ein offenes Gesprech, wo keiner falsch voreingestellt ist, wäre von Vorteil. Es geht eignetlich nie um den Lerher als Person oder die Rolle, denn diese ist vordefiniert – es geht viel mehr um das Kind, um die mögliche entwicklung oder Stagnation. Hier spielt ein Lehrer die entscheidende Rolle. Es geht auch selten um Mehraufwand, sonder um Verstädnis und kluge Führung seitens der Lehrkraft.

Niemand erwartet, dass ein Lehrer Experte für Hochbegabung ist oder jede Besonderheit im Detail kennt, vielmehr wünschen sich Eltern Offenheit, Interesse und die Bereitschaft, ihr Kind als Teil eines gemeinsamen Projekts zu sehen, das aus Schule, Elternhaus und Kind besteht – eine Zusammenarbeit, die in der Praxis leider noch viel zu selten wirklich gelebt wird.

Lehrer als Gärtner

Stell dir jedes Kind wie eine Blume vor.

Ein guter Lehrer ist kein Kontrolleur – er ist ein Gärtner, der sein Garten pflegt, die Regel aufstellt.  Es ist eine, finde ich, sehr starke Metapher.

Der Lehrer erkennt:

  • Manche Pflanzen brauchen mehr Licht
  • Andere mehr Zeit
  • Einige wachsen schneller, andere tiefer

Ein Gärtner zieht nicht an der Pflanze, damit sie schneller wächst. Er schafft die Bedingungen, damit Wachstum möglich wird und zwar für jede Pflanze. Hier ist die besondere Rolle des Lehrers als Gärtner – er sorgt absolut für jede Pflanze in seinem Garten.

Als Lehrer erkenne das Potenzial, nicht nur die Leistung.

Lehrer verfügen über eine besondere, fast magische Fähigkeit, denn sie können Bedingungen schaffen, in denen Kinder sich wie Blumen entfalten, in ihrem eigenen Tempo wachsen, ihre individuelle Schönheit zeigen und ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln, das sie weit über die Schulzeit hinaus trägt.

Mögliche Rollen und Wege des Lehrers

Es gibt zwei Wege, die Lehrer gehen können: entweder immer Standarddenken anwenden, die Kinder in vorgesehene Schubladen stecken – Hochleister, Mitte und die Kinder die nicht wirklich nachkommen. Oder auch der deutlich spannedere Weg der Entfaltung. Hier alle haben Chancen zu wachsen, stärker zu werden und sich zu enfalten.  Hier noch kurz zusammengefasst, was in beiden Fällen mit Kinder aber auch mit der Lahrkraft passiert.

Der Weg der Schubladen:

  • Ein Kind passt nicht ins Raster → wird eingeordnet
  • Tempo zu langsam oder zu schnell → wird problematisiert
  • Andersartigkeit → wird als Störung gesehen

Die Folgen für die Kinder:

– Verlust von Selbstvertrauen
– Rückzug oder Widerstand
– Potenzial bleibt verborgen
– Unlust kommt hoch und im Unterricht wird nur der Klingel erwartet. Das Kind freut sich nicht auf die Stunde, sondern freut sich nur aus die Pause.
– Hier leider auch die Kinder die excellent in einem Fach sein könnten, tendieren zur Stagnation.

Konsequenzen für den Lehrer:

Der Schein, dass hier alles in Ordnung ist und dass dieser Weg der einfahrere für den Lehrer mit weniger Aufwand ist, täuscht. Die Realität ist:

– Der Unterricht wird zunehmend anstrengender, weil Widerstand, Unruhe oder Rückzug der Kinder zunehmen
– Die Beziehung zu einzelnen Schülern bleibt oberflächlich oder wird konflikthaft
– Elternkontakte entwickeln sich häufiger zu Rechtfertigungsgesprächen statt zu echter Zusammenarbeit
– Das Gefühl von Wirksamkeit sinkt – trotz viel Einsatz entsteht wenig echte Entwicklung
– Frustration wächst, weil Potenziale nicht sichtbar werden und Fortschritte ausbleiben
– Die eigene Rolle verengt sich auf Kontrolle statt Gestaltung
– Motivation im Beruf kann langfristig abnehmen, da positive Rückmeldungen und echte Erfolgserlebnisse fehlen
– Es entsteht Distanz – zu den Kindern, aber auch zur ursprünglichen Motivation, Lehrer zu sein

Kurz gesagt: Der Lehrer verwaltet mehr, als dass er gestaltet. Von hier aus, ist der Weg zum Burnout beim Lehrer kurz.

Der Weg der Enfaltung:

– Individualität wird gesehen
– Unterschiede werden genutzt
– Entwicklung wird begleitet

Die Folgen für die Kinder:

– Selbstbewusstsein wächst
– Motivation entsteht von innen
– Kinder beginnen zu strahlen
– Kinder entdecken Spaß am Unterreicht und Fach
– Kinder schätzen nicht nur das, was gelehrt wird, aber auch die Form, wie das geschiet
– Mit der Zeit die Kinder lernen selbst zu lernen und engagieren sich immer stärker
– Jedes Kind entfltet sich in unterschiedlicher Tiefe und das ist OK

Konsequenzen für den Lehrer:
Wer Individualität zulässt, verändert nicht nur die Kinder – sondern auch sich selbst in seiner Rolle.

– Unterricht wird lebendiger, weil echte Beteiligung und Interesse der Kinder entstehen
– Beziehungen zu Schülern werden tragfähig, respektvoll und von Vertrauen geprägt
– Eltern werden zu Partnern, nicht zu Gegenübern
– Der Lehrer erlebt sich als wirksam – Entwicklung wird sichtbar und spürbar
– Motivation steigt, weil Fortschritte und kleine „Aha-Momente“ Energie zurückgeben
– Die eigene Professionalität wächst, da flexible Lösungen und neue Wege entstehen
– Der Beruf wird sinnstiftend erlebt – nicht nur als Aufgabe, sondern als Beitrag
– Es entstehen Momente, die bleiben – für die Kinder und für den Lehrer selbst

Kurz gesagt: Der Lehrer gestaltet Entwicklung und erlebt echte Wirkung. Das trägt alle beteligten weiter.

Was macht einen Lehrer unvergässlich? 

Ein Lehrer wird nicht durch Fachwissen unvergesslich. Sondern durch Wirkung, durch den Umgang mit den Themen.

Hier sind die zentralen Elemente:

– Wertschätzung – jedes Kind zählt
– Akzeptanz – Unterschiede sind kein Problem, sondern Realität
– Partnerschaft – Zusammenarbeit mit Eltern
– Interesse wecken – Lernen als Reise gestalten
– Erfolgserlebnisse ermöglichen – jeder braucht Momente des „Ich kann das!“
– Individualisierung & Differenzierung
– Fördern UND Fordern
– Selbstbewusstsein stärken
– Ambitionen wecken
– Zeit schaffen, an die man sich gerne erinnert

Ein zentraler Gedanke ist hier auch: Der Lehrer hat seine Position – er muss sich nicht beweisen oder verteidigen, sondern vor allem Verständnis zeigen, Kinder akzeptieren und partnerschaftlich agieren. Es ist nicht schlimm, wenn ein Lehrer etwas nicht weiß, denn niemand kann alles wissen. Entscheidend ist, wie man miteinander umgeht.

Lehrer unterrichten nicht nur Fächer – als Lehrer prägst du Leben.

Warum die Haltung des Lehrers so entscheidend ist

Gerade bei jungen Kindern und hochsensiblen Kindern kann fehlende Wertschätzung tiefe Spuren hinterlassen.

Ein Satz.
Ein Blick.
Ein Gefühl von „Ich bin nicht richtig“.

Das kann ein Leben prägen.

Genauso aber auch:
Ein Lehrer, der sieht.
Der versteht.
Der stärkt.

Das kann ein Leben eines Schülers so positiv verändern.
Es ist enorm wichtog die Kinder zu stärken – alle Kinder, auch die hoch- und höchst-begabte Kinder brauchen Unterstützung. Diese Kinder maskieren sehr oft und würden in der Schule nie zugeben, dass etwas nicht in Ordnung sei. Die Herausforderungen schleichen sich dann ganz oft ganz langsam, sogar so eine Schieflage, die von Unterforderung zur Underachievementspirale führen kann.

 Ein guter Lehrer erklärt. Ein großartiger inspiriert.

Zwei Arten von Lehrern – eine Entscheidung

Am Ende lässt es sich einfach sagen:

– Es gibt Lehrer, die gute Gärtner sind.
– Und es gibt Lehrer, die Schubladen verwalten.

Die einen sind: Erfolgspaten, Wegbegleiter, Möglichmacher

Die anderen: standardisieren, begrenzen, reduzieren

Und das Entscheidende ist:
Jeder Lehrer trifft diese Entscheidung – jeden Tag neu.

Lehrer sein heißt: Möglichkeiten sehen, wo andere Grenzen sehen.

Brzeska Malgorzata

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In meinem 1:1 Coaching und Mentoring begleite ich Eltern hochbegabter, hochsensibler und intensiver Kinder dabei, wieder in ihre eigene Stärke zu kommen.
Klarheit zu gewinnen.
Sicherheit im Handeln zu entwickeln.
Und Wege zu finden, die sich nicht nur für das Kind – sondern auch für dich stimmig anfühlen.

Denn du kannst dein Kind nur dann wirklich tragen, wenn auch du Halt hast. Du musst diesen Weg nicht allein gehen.

Wenn du spürst, dass jetzt der Moment ist, dich selbst wieder zu stärken und einen klaren nächsten Schritt zu gehen, dann lade ich dich herzlich ein zu einem persönlichen 1:1 Coaching oder Mentoring mit mir.

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  • Klarheit statt Zweifel: Du verstehst endlich, warum dein Kind so reagiert – und was es wirklich braucht.

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  • Mehr Leichtigkeit: Du erlebst, wie sich Konflikte entspannen, wenn du die Dynamiken dahinter erkennst.

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  • Individuelle Strategien: Keine Standardtipps – alles ist passgenau auf dein Kind und eure Situation ausgerichtet.

  • Wachstum für dich selbst: Du entwickelst dich als Elternteil weiter und gehst gestärkt aus diesem Prozess hervor.

Brzeska Malgorzata

Coaching und Mentoring mit Dr. Malgorzata Brzeska

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Hochbegabung ist kein Vorteil

Hochbegabung ist kein Vorteil

Kreativität
Brzeska Malgorzata

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Hochbegabung ist kein Vorteil

Leider hält sich hartnäckig die Vorstellung, dass hochbegabte Kinder – und auch Erwachsene – es grundsätzlich leichter haben.
Schnelleres Denken, bessere Leistungen, mehr Möglichkeiten. Von außen betrachtet wirkt es wie ein Vorteil, fast wie ein Privileg.

Und genau deshalb werden ihre Herausforderungen oft nicht ernst genommen.
Wer spricht, wer nach Lösungen sucht, wer Belastung beschreibt, hört nicht selten: „Das ist doch ein Luxusproblem.“
Oder: „So schlimm kann es ja nicht sein.“

Doch diese Sicht greift zu kurz.

Sie blendet aus, dass Hochbegabung kein Garant für Leichtigkeit ist – sondern ein sensibles Zusammenspiel aus Potenzial und Umgebung.
Und dass genau dieses Zusammenspiel häufig nicht funktioniert.

Hochbegabung – ein Vorteil?

Hochbegabung wird oft perfektioniert. Für Hochbegabte sei alles super einfach und leicht!
Schnelles Denken. Große Neugier. Außergewöhnliche Fähigkeiten. Kein Lernen notwendig. Alles fällt von selbst zu. Schule? Nur beste Noten (wenn nicht, dann ist das Kind bestimmt nicht begabt). Karriere? Na klar, was sonst! Alles fast ohne zu tun.

Von außen wirkt es wie ein klarer Vorteil – fast wie eine Garantie für Erfolg. Doch genau hier beginnt das Missverständnis.

Denn Hochbegabung ist kein Selbstläufer.
Sie ist kein Automatismus, der automatisch zu Leistung, Zufriedenheit oder Erfolg führt.

Im Gegenteil: Ohne die richtige Umgebung kann sie sich gegen das Kind wenden und später gegen den betroffenen Erwachsenen.

Was wie ein Geschenk aussieht, wird dann zur täglichen Herausforderung.

Die entscheidende Frage ist also nicht, ob ein Kind hochbegabt ist.
Sondern: Unter welchen Bedingungen dieses Potenzial überhaupt wirken darf.

Was auf den ersten Blick wie ein Geschenk wirkt, kann sich schnell ins Gegenteil verkehren.

Wenn Potenzial auf Stillstand trifft

Ein hochbegabtes Kind lernt schnell.
Zu schnell – für viele Systeme. Manchmal scheint es tatsächlich, dass die Kinder beiläufig lernen aber sehr oft arbeiten sie still, unbemerkt beschäftigen den eignen Hirn. Beobachten, analysieren, ziehen Schlüsse, eignen sich Sachen an. Bei Wiederholungen tun sich diese Kinder schwer und auch später im Arbeitsleben wählen Hochbegabte selten Berufe, wo sie jeden Tag das gleiche tun mussen. Wenn dies geschiet, dann gehen sie oft mit Aufgaben doch kreativ um.

Generell gilr bei Hochbegabung – wenn Inhalte sich wiederholen, wenn kein echter Denkraum entsteht, wenn Tiefe fehlt, passiert etwas Entscheidendes:

Das Kind hört auf zu lernen. Nicht, weil es nicht kann. Sondern weil es nicht mehr muss.

Und genau hier entsteht ein unsichtbarer Bruch:

  • Anstrengung wird nicht gelernt
  • Ausdauer wird nicht aufgebaut
  • Herausforderungen werden nicht erlebt

Stattdessen entwickelt sich eine neue Strategie:
Warten. Anpassen. Funktionieren. Oder – wenn das nicht mehr geht – Widerstand.

Das eigentliche Potenzial bleibt ungenutzt.
Nicht aus Mangel an Fähigkeit, sondern aus Mangel an Passung.

Ein hochbegabtes Kind bringt ein enormes Potenzial mit: schnelle Auffassungsgabe, tiefe Denkprozesse, ungewöhnliche Fragen, kreative Lösungsansätze. Doch dieses Potenzial entfaltet sich nicht im luftleeren Raum – es braucht die richtige Umgebung.

Die leisen Signale, die oft falsch verstanden werden

Die Hochbegabung ist nicht automatisch gleich der Hochleistung zu setzten. Viele hochbegabte Kinder fallen nicht durch Spitzenleistungen auf.

Sie fallen anders auf:

  • durch Langeweile
  • durch Rückzug
  • durch Unruhe
  • durch scheinbare Unkonzentriertheit
  • durch Verweigerung

Was oft als Problem gesehen wird, ist in Wahrheit ein Signal. Ein Signal dafür, dass etwas nicht passt. Doch statt die Umgebung zu hinterfragen, wird häufig das Kind hinterfragt.

Diagnosen werden gestellt.
Verhalten wird bewertet.
Anpassung wird erwartet.

Dabei liegt die eigentliche Ursache oft ganz woanders: Nicht im Kind – sondern in der fehlenden Passung zwischen Kind und Umfeld.

Passung ist kein Luxus

Hochbegabte Kinder brauchen keine „Sonderbehandlung“, sie brauchen keine „extra Wurst“, wie ich mal von einer Schulleitung gehört habe. 

Sie brauchen Passung.

Passung bedeutet:

  • ein Lerntempo, das ihrem Denken entspricht
  • Aufgaben, die Tiefe und Komplexität bieten
  • ein Umfeld, das Fragen zulässt – nicht nur Antworten erwartet
  • Menschen, die verstehen, dass Anderssein keine Störung ist

Wenn diese Passung fehlt, entsteht ein innerer Konflikt.

Das Kind spürt: Ich bin anders.
Aber es lernt: So wie ich bin, passt es nicht.

Und genau hier beginnt etwas Gefährliches:

Der Zweifel verschiebt sich.
Nicht mehr das System wird hinterfragt – sondern das eigene Selbst.

Ein Kind, das sich ständig ausgebremst fühlt, beginnt irgendwann zu glauben, dass mit ihm etwas nicht stimmt.

Ein Kind, das sich ständig ausgebremst fühlt, beginnt irgendwann zu glauben, dass mit ihm etwas nicht stimmt.

Die eigentlliche Verantwortung

Hochbegabung ist Potenzial und Potenzial ist immer abhängig von Bedingungen.

Ein Samen wächst nicht, weil er ein Samen ist.
Er wächst, weil Boden, Licht und Wasser stimmen.

Genauso ist es bei Kindern.

Die entscheidende Verantwortung liegt nicht darin, Hochbegabung „festzustellen“.
Sondern darin, Bedingungen zu schaffen, in denen sie sich gesund entfalten kann.

Denn ohne diese Bedingungen passiert das Gegenteil von dem, was möglich wäre: Potenzial wird zur Belastung, Stärke wird zur Unsicherheit, Anderssein wird zum Problem.

Und genau das ist vermeidbar.

Die zentrale Frage bleibt:
Ist die Umgebung gut genug, damit dieses Kind wachsen kann?

Wenn die Antwort „nein“ ist, braucht nicht das Kind Veränderung –
sondern das System um es herum.

Die entscheidende Verantwortung liegt nicht darin, Hochbegabung „festzustellen“.

Kurze Zusammenfassung

Hochbegabung ist kein Versprechen für ein leichtes Leben.
Sie ist ein Potenzial – nicht mehr und nicht weniger.

Ob daraus Stärke, Entwicklung und Zufriedenheit entstehen, entscheidet nicht das Kind allein.
Es entscheidet die Umgebung.

Wenn Passung fehlt, entstehen Zweifel, Rückzug und Fehlentwicklungen.
Nicht, weil das Kind zu wenig kann – sondern weil es unter den falschen Bedingungen lebt und lernt.

Deshalb braucht es ein Umdenken.
Weg von der Frage, ob Hochbegabung ein Vorteil ist.
Hin zu der Verantwortung, Bedingungen zu schaffen, in denen dieses Potenzial gesund wachsen kann.

Denn am Ende geht es nicht darum, wie viel ein Kind kann.
Sondern darum, ob es den Raum bekommt, es auch zu entfalten.

Die Hochbegabung ist kein Versprechen für ein leichtes Leben.

Brzeska Malgorzata

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Was du durch eine Zusammenarbeit mit mir gewinnst

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  • Sicherheit im Handeln: Du lernst, wie du in Schule, Familie und Alltag souverän Entscheidungen triffst.

  • Mehr Leichtigkeit: Du erlebst, wie sich Konflikte entspannen, wenn du die Dynamiken dahinter erkennst.

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Brzeska Malgorzata

Coaching und Mentoring mit Dr. Malgorzata Brzeska

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Warum es diesen Blog gibt – und warum ich begonnen habe über Hochbegabung zu sprechen

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Kreativität
Brzeska Malgorzata

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Warum es diesen Blog gibt – und warum ich begonnen habe über Hochbegabung zu sprechen

Dieser Raum – mein Blog ebenso wie mein Instagram-Konto – ist entstanden, um hochbegabte und höchstbegabte Kinder, ihre Eltern und auch engagierte Lehrkräfte zu unterstützen.

Denn ich wünsche mir von Herzen, dass es Kindern, Eltern und allen Beteiligten im Bildungssystem besser geht.

Aktuell erleben wir jedoch noch viel zu oft eine andere Realität: Wenn Kinder nicht in das vorgesehene Raster passen, wird es für sie enorm schwierig im Schulsystem.

Für Kinder, die in bestimmten Bereichen mehr Unterstützung brauchen, gibt es zum Glück viele Angebote – sowohl in der Schule als auch außerhalb, etwa durch Förderprogramme oder Nachhilfe. Hier stoßen Eltern in der Regel auf Verständnis.

Doch wenn Kinder „in die andere Richtung“ ausschlagen – wenn sie hochbegabt, höchstbegabt oder hochsensibel sind – sieht die Situation oft ganz anders aus. Die Unterstützung ist gering. Das Verständnis fehlt häufig.

Eltern werden nicht selten so betrachtet, als hätten sie ihre Kinder zur Höchstleistung gedrängt.
Dabei erleben viele von ihnen genau das Gegenteil: Sie sehen, wie ihre Kinder in der Schule Zeit verlieren. Wie sie sich langweilen. Wie sie sich innerlich zurückziehen. Und nicht selten führt genau das zu Underachievement oder sogar zu depressiven Verstimmungen. Betroffene Kinder werden nicht selten aggressiv entweder sich selbst oder den anderen gegenüber. Das ist eine sehr große Gefahr, denn von hier zu einer Falschdiagnose ist es leider nicht weit.

Unsere eigene Geschichte zum Schulstart war so unglaublich, dass ich heute sage:
Hätte mir das jemand vorher erzählt – ich hätte es nicht geglaubt und nie für möglich gehalten, wie undankbar das Schulsystem den extrem schlauen Kids gegenüber manchmal sein kann. Vielleicht schreibe ich mal etwas mehr darüber.

Solche „unglaublichen Geschichten“ sind dennoch die harte Realität für viele Familien.
Es ist Zeit für eine Veränderung, es ist Zeit jeden zu schätzen, wie er oder sie als Schüler ist und ein Umfeld zu schaffen, das es den Schülern ermöglicht sich von dem Standpunkt aus zu entwickeln, wo sie gerade stehen.

Deine Malgorzata

Schule ist mehr als Stoff

Ein Argument, das man in diesem Zusammenhang oft hört, ist:
„Schule ist doch mehr als nur Stoff.“

Das ist ein wichtiger Gedanke – absolut!

Doch erstaunlicherweise wird dieses Argument fast ausschließlich dann verwendet, wenn es um hochbegabte Kinder geht. Wenn ein Kind unterfordert ist, wenn es intellektuell nicht abgeholt wird, dann scheint dieser Aspekt plötzlich weniger relevant zu sein.

Dabei gilt doch auch hier: Lernen, Entwicklung und Wohlbefinden gehören untrennbar zusammen. Schule ist mehr als Stoff.  Aber das „mehr“ kann das Stoff nicht ersetzen oder ausgleichen. Ohne Input können sich die Kinder auf sozialen und emotionalen Ebene nicht gerecht entwickeln.

Und genau dafür möchte ich mit diesem Raum sensibilisieren. Dieser Raum, mein Blog als auch das Instagramkonto ist entstanden, um hochbegabte und höchstbegabte Kinder, ihre Eltern und auch engagierte Lehrkräfte zu unterstützen. 

Schule ist mehr als Stoff.  Aber das „mehr“ kann den Stoff nicht ersetzen oder ausgleichen. Ohne Input können sich die Kinder auf der sozialen und emotionalen Ebene nicht entsprechend entwickeln.

Der Anfang, vor dem Blog, war Instagram

Ganz ehrlich? Es begann nicht mit einem großen Plan. Es begann mit einem Impuls.

Ich wollte meine Gedanken teilen, Ich wollte sichtbar machen, was oft unsichtbar bleibt.
Und ich wollte Eltern erreichen, die sich – so wie ich damals – allein fühlen. 

Instagram war dafür perfekt: sofort umsetzbar, ohne Hürden, ohne lange Vorbereitung – einfach anfangen.

Und genau das habe ich getan. Der erste Name, der mir für mein Konto eingefallen ist, war Hochbegabthoch3.

Warum?
Weil er genau das beschreibt, was ich immer wieder sehe:

hochbegabt, hochsensibel, hochüberraschend
hochmotiviert, hochfokussiert, hochintensiv

Kinder, die mehr denken, mehr fühlen und oft auch mehr tragen.

Der Name ist nicht zufällig entstanden. Er spiegelt wider, wie vielschichtig diese Kinder sind – und wie wenig das oft gesehen wird.

Nicht ganz ohne Angst habe ich mein Instagramkonto gegründet, das gebe ich zu.
Aber mein Bedürfnis, Lösungen zu suchen und darüber zu sprechen, wie unvorbereitet das System auf hochbegabte Kinder ist, was man machen kann mit minimalem Aufwand um das Leben der betroffenen Kinder zu verbessern, war stärker.

Vielleicht spielte dabei auch mein ausgeprägtes Gerechtigkeitsgefühl eine große Rolle.

Denn ich empfinde es als unfair, wie unser System mit begabten und hochbegabten Kindern umgeht.
Wie wenig Schulen auf hochsensible und kognitiv weit vorausdenkende Kinder vorbereitet sind.
Wie viel Ausgleich Eltern leisten müssen – oft im Verborgenen.

Und dann kommt dieser eine Satz: „Andere Familien schaffen das doch auch.“ Genau hier liegt das Problem.

Wir sprechen nicht von „allen“. Wir sprechen von etwa zwei bis drei Prozent der Familien.

Von Kindern, die nicht einfach „mitlaufen“.
Von Familien, die oft enorm kämpfen – still, unsichtbar, unverstanden.

In Deutschland gelten etwa zwei bis drei Prozent der Kinder und Jugendlichen als hochbegabt. Bei rund 8,4 Millionen Schülern sind das etwa 200.000 bis 250.000 Kinder.

Das ist keine verschwindend kleine Gruppe. Und trotzdem bleiben sie oft unsichtbar. Ihre Bedürfnisse werden selten wirklich gesehen und noch seltener verstanden.

Von Instagram, Linked In Beiträgen zum Blog

Was dann passiert ist, hat mich überrascht

Ich habe begonnen zu schreiben.
Über Hochbegabung.
Über Unterforderung.
Über Zweifel, Gespräche mit Schulen, Entscheidungen.

Und dann kam etwas, womit ich so nicht gerechnet habe: Resonanz. Nachrichten von Eltern. Erfahrungen, die sich ähnelten. Sehr oft lange Leidenswege, Geschichten die mir über mehre Seiten geschildert worden sind, Sätze wie „du sprichst mir aus dem Herzen“. Sehr oft Gedanken und Erfahrungen, die ich selbst hatte – plötzlich ausgesprochen von anderen.

Und ich habe noch etwas beobachtet: Meine Beiträge wirken nach. Auch wenn ich Pausen mache.
Auch wenn ich nicht regelmäßig poste, kommen immer wieder neue Follower dazu und neue Kommentare. Das weiß ich sehr zu schätzen. 

Das Profil wächst weiter. Die Inhalte bleiben relevant. Die Themen sind da. Das hat mir gezeigt: Das ist kein kurzfristiges Thema, das ist ein echter Bedarf und es braucht mehr Raum – ein Blog.

Statt Unterstützung zu erfahren, geraten die Eltern in eine Endlosschleife sich rechtfertigen zu müssen. Das ist eine sehr harte und unnötige Erfahrung, die dem Kind wenig bringt. 

Eltern sind die besten Anwälte ihrer Kinder im Schulsystem.
Schade nur, dass es diese Anwälte überhaupt braucht.

Die Möglichkeiten, begabte, hochbegabte und höchstbegabte Kinder zu unterstützen, sind vorhanden.
Umso bedauerlicher, dass sie so selten genutzt werden.

Warum Instagram nicht ausreicht und daher den Blog gestartet habe

Instagram ist schnell, emotional, direkt. Aber auch begrenzt. Viele Gedanken lassen sich dort nur anreißen.
Viele Themen verdienen deutlich mehr Tiefe, mehr Kontext, mehr Raum zum Denken.

Gerade wenn es um Hochbegabung geht, reicht ein kurzer Post oft nicht aus. Ich sehe diese Themen immer sehr vernetzt und mag sie aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten.

Denn:

  • Hochbegabung ist komplex
  • Höchstbegabung ist noch komplexer
  • Familienrealitäten sind individuell und Entscheidungen sind selten einfach

Und genau hier hat etwas in mir angefangen zu arbeiten. Ich habe bemerkt, dass ich ein Thema nie auf Instagram erschöpfen kann. Die Storys werden zu lang, Beiträge mit zu viel Text versehen. Mein Wunsch nach Tiefe und Darstellung der vernetzten Themen wuchs. 

Hochbegabung ist ein sehr komplexes Thema. Hut ab für alle Eltern, die es erkannt haben und sich dafür einsetzen, dem Kind gleichberechtigte Möglichkeiten zu geben.

Der Wunsch nach Tiefe

Ich habe gemerkt: Ich möchte mehr sagen, Ich möchte Dinge zu Ende denken und aus mehreren Perspektiven beleuchten. Ich möchte Zusammenhänge erklären und dabei auf Augenhöhe bleiben. Nicht nur Impulse geben –sondern Orientierung. Nicht nur Gefühle teilen –sondern Verständnis schaffen. Genau daraus ist die Idee entstanden: Ein Blog.

Die Hochbegabung oder Höchstbegabung ist selten nur „kognitiv“.

Warum ein Blog über Hochbegabung, Höchstbegabung und Hochsensibilität

Diese Themen gehören  für mich zusammen. Hochbegabung oder Höchstbegabung ist selten nur „kognitiv“. Sie ist oft verbunden mit: intensiver Wahrnehmung, emotionaler Tiefe, hoher Sensibilität, starkem Gerechtigkeitssinn und innerem Antrieb.

Viele Kinder – und auch Eltern – bewegen sich in diesem Spannungsfeld und genau dafür möchte ich Raum schaffen. Einen Raum, in dem: komplexe Gedanken Platz haben, Erfahrungen ehrlich geteilt werden, Zusammenhänge verständlich werden und niemand sich erklären oder rechtfertigen muss.

Unabhängig. Tiefer. Ehrlich.

Dieser Blog ist für mich ein bewusster Schritt: Weg von der Begrenzung und hin zu mehr Tiefe. Hier darf ich: länger schreiben, differenzierter denken, Themen von verschiedenen Seiten beleuchten und vor allem: Ich kann Inhalte schaffen, die bleiben. Die man wieder liest, die man teilt, die man vielleicht genau in dem Moment findet, in dem man sie braucht. Vor allem ein Blog, zu dem man immer wieder greift – um sich nicht allein zu fühlen, Antrieb zu finden und nach Ideen zu suchen und eine Gemeinschaft zu finden, denn es gibt auch andere die sich mit gleichen Herausforderungen messen. Grundsätzlich geht es darum, das Gefühl, „anders“ zu sein, in etwas Wunderbares zu verwandeln.
Wie du das schaffen kannst, erfährst du in meinen Artikeln, auf diesem Blog.

Dein hochbegabtes Kind ist nicht anders, es ist wunderbar!

Für wen ich meinen Blog schreibe

Für Eltern, die spüren: „Mein Kind ist anders – aber ich kann es noch nicht greifen.“

Für Eltern, die schon wissen: „Mein Kind ist hochbegabt / höchstbegabt – aber der Weg ist herausfordernd.“

Für Eltern die (noch nicht) realisiert haben welchen Unterschied die Kinder im Schulsystem erleben, wenn sie hochbegabt versus höchstbegabt sind.

Für Familien, die müde sind, sich immer wieder erklären zu müssen.

Für Lehrkräfte, die verstehen und unterstützen wollen. Danke, dass es euch gibt!

Und letztendlich auch für Erwachsene, die sich selbst in diesen Themen wiederfinden.

Brzeska Malgorzata

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Brzeska Malgorzata

Hallo, ich bin Dr. Małgorzata Brzeska.

Auf meinem Blog schreibe ich über Hochbegabung, Höchstbegabung und Hochsensibilität – sowie über Wertschätzung, positive Entwicklungen im Schulsystem und neue Wege für Kinder. Wege, die wirklich zu ihnen passen.

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Wenn Schule nicht nur Kinder, sondern ganze Familien erschöpft

Die Schule soll ein Ort des Lernens sein. Ein Ort der Entwicklung, der Neugier, der Möglichkeiten. Doch für viele Familien – insbesondere für Eltern hochbegabter und hochsensibler Kinder – wird Schule zu einer dauerhaften Belastungsprobe. Nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Eltern.

In meiner Vorstellung – und in der vieler Familien – wäre Schule genau der Ort, an dem die Kinder endlich die Flügel ausbreiten können; ein Ort, an dem ihre Interessen berücksichtigt werden, an dem sie Fortschritte machen. Letztlich ein Ort, an den die Kinder gerne gehen, wo Teamarbeit und Bildung stattfinden, alle voneinander lernen, Toleranz gelebt wird und keine Ausgrenzung passiert. Eine Schule, die flexibel ist, gerecht handelt und sich an die jeweilige Situation der Kinder anpasst.

Stattdessen gehen viele Kinder nur aus Pflichtbewusstsein zur Schule: „Mama, Papa, ich gehe nur, damit ihr keine Strafen zahlen müsst.“ Diesen Satz höre ich immer wieder.

Warum ist das so? Es liegt an fehlender Passung. Wenn Kinder nicht in das vorgegebene Raster passen und nicht das Glück haben, auf eine verständnisvolle und flexible Lehrkraft zu treffen, beginnen die Herausforderungen – oft für die gesamte Familie.

 

Eltern im Fokus

Ich finde, es ist ebenso wichtig, den Fokus auf die Eltern zu legen. Wir kümmern uns ständig um die Anliegen der Kinder – doch eine Fehlpassung im System wirkt sich auch auf die Eltern aus. Wenn es ihnen nicht gut geht, fehlt oft die Kraft, ihre Kinder zu unterstützen oder für sie einzustehen.

Die Zeit im Schulsystem kann sehr herausfordernd sein – nicht nur für die Kinder, sondern für die gesamte Familie, die die Auswirkungen täglich mitträgt. Ich sage oft: Lehrer zu sein ist ein anspruchsvoller Beruf, aber die direkten Konsequenzen ihres Handelns tragen vor allem die Kinder – und ihre Eltern.

„Lehrer zu sein ist ein anspruchsvoller Beruf, aber die direkten Konsequenzen ihres Handelns tragen vor allem die Kinder – und ihre Eltern.“

Familien, für die es nicht funktioniert, leben sehr oft an der Grenze der Belastbarkeit und Erschöpfung, gemischt mit verlorener Hoffnung, Chancen und Möglichkeiten für die Kinder.

Daher diesmal ein Beitrag über den Einfluss der Fehlpassung auf gesamte Familien.

Deine Malgorzata

Wenn Schule nicht nur Kinder, sondern ganze Familien erschöpft

Die Schule soll ein Ort des Lernens sein. Ein Ort der Entwicklung, der Neugier, der Möglichkeiten. Doch für viele Familien – insbesondere für Eltern hochbegabter und hochsensibler Kinder – wird Schule zu einer dauerhaften Belastungsprobe. Nicht nur für die Kinder. Sondern auch für die Eltern.

Denn was oft übersehen wird: Diese Eltern tragen nicht einfach „nur“ die Verantwortung für ihr Kind. Sie stehen täglich in einem Spannungsfeld aus Verständnis, Kampf, Erschöpfung und dem ständigen Versuch, ihr Kind zu schützen, nach Möglichkeiten und Passung suchen – und gleichzeitig stark zu bleiben.

Hochbegabung und Höchstbegabung werden oft romantisiert. Hochsensibilität hingegen bleibt häufig unerwähnt. Kaum jemand ahnt, wie herausfordernd die Schulzeit für diese Kinder tatsächlich sein kann.

Denn wenn die Passung in der Schule nicht gegeben ist, passiert etwas Entscheidendes: Kinder investieren ihre Energie nicht mehr in den Lernprozess, sondern in Anpassung. Sie versuchen, sich einzufügen, nicht aufzufallen, Erwartungen zu erfüllen – oft um den Preis ihrer eigenen Entwicklung.

Die Folgen sind tiefgreifend. Echte Beziehungen entstehen kaum, weil Verbindung Sicherheit braucht. Sicherheit wiederum entsteht nur dort, wo ein Kind sich verstanden fühlt. Fehlt diese Grundlage, fällt es schwer, Vertrauen in den eigenen Weg und in den gesamten Lernprozess aufzubauen.

Statt innerer Stabilität wächst Unsicherheit. Und aus dieser Unsicherheit heraus beginnen viele Kinder, an sich selbst zu zweifeln. Diese Dynamik bleibt nicht auf die Schule begrenzt. Sie wirkt ins Familienleben hinein – leise, aber konstant. Spannungen nehmen zu, Erschöpfung wird zum Begleiter.

Und oft sind es die Eltern, die diese Last tragen. Sie verstehen, sie regulieren, sie kämpfen – und stoßen dabei nicht selten selbst an ihre Grenzen.

Wenn Schule zum täglichen Kraftakt wird, sind es nicht nur Kinder, die kämpfen – es sind ganze Familien, die still mittragen.

Wenn Eltern mehr sehen, mehr spüren, mehr mittragen müssen

Eltern hochbegabter und hochsensibler Kinder sind häufig selbst ähnlich veranlagt. Sie nehmen feine Unterschiede wahr. Sie erkennen früh, wenn etwas nicht stimmt. Sie spüren, wenn ihr Kind leidet – auch dann, wenn es nach außen „funktioniert“.

Das bedeutet aber auch: Jede Schwierigkeit trifft sie tiefer.

  • Sie sehen die Unterforderung – lange bevor sie für Außenstehende sichtbar wird und oft erkennen sie die emotionale Überlastung, bevor sie eskaliert. Sie spüren ganz deutlich die Diskrepanz zwischen Potenzial und Realität.

Und genau dieses „Mehr-Sehen“ wird ihnen oft nicht geglaubt.

Die Eltern sehen die Unterforderung – lange bevor sie sichtbar wird und oft erkennen sie die emotionale Überlastung, bevor sie eskaliert. Sie spüren ganz deutlich die Diskrepanz zwischen Potenzial und Realität.

Weil es in anderen Familien nicht in diese Tiefe geht, zögern gerade die Eltern, die diese Intensität erleben, mit ihrer Reaktion. Sie beobachten oft, wegen ab, versuchen innerhalb der Familie Einfluss zu nehmen, obwohl sie wohl wissen, dass die Situation in der Schule die Ursache für die Herausforderungen ist.

Sie handeln nicht impulsiv – im Gegenteil:
Sie machen sich sehr bewusst Gedanken darüber, wie sie die Schule auf die so greifbaren Herausforderungen ansprechen können – und vor allem wann.

Das ist keine Unsicherheit.
Das ist Strategie auf höchstem Niveau.

Der permanente Rechtfertigungsmodus

Viele dieser Eltern berichten von einem immer gleichen Muster:

Sie beobachten Probleme → sprechen sie an → werden relativiert → zweifeln → kämpfen weiter. In diesem Prozess laufen die Eltern mehrere Loops.

Statt Unterstützung zu erfahren, geraten sie in eine Endlosschleife aus Erklären und Rechtfertigen:

  • „In der Schule klappt es doch.“
  • „So schlimm kann es nicht sein.“
  • „Das ist doch normal in dem Alter.“
  • „Verlangen Sie nicht zu viel von ihrem Kind, setzen Sie es nicht so unter Druck“
  • „Es ist doch gut, wenn ein Kind gut ist.“

Doch was hier passiert, ist gravierend:
Die Wahrnehmung der Eltern wird infrage gestellt. Die Bedürfnisse des Kindes werden heruntergespielt. Und notwendige Hilfe wird aufgeschoben – manchmal so lange, bis es zu spät ist.

Statt Unterstützung zu erfahren, geraten die Eltern in eine Endlosschleife sich rechtfertigen zu müssen.

Wenn Hilfe immer wieder vertagt wird

Einer der belastendsten Punkte ist nicht einmal das Problem selbst – sondern die Tatsache, dass Lösungen immer wieder aufgeschoben werden.

  • Gespräche verlaufen im Kreis, Maßnahmen werden angekündigt, aber nicht umgesetzt
  • und die Dringlichkeit wird überhaupt nicht erkannt. Selbst mir ist es oft passiert, dass ich vertrauensvoll auf die Zusicherung „im nächsten Schuljahr machen wir anspruchsvollere Themen mit den Kindern“ vertraut habe, und was zunächst wie eine viel versprechende Perspektive aussah, wandelte sich in die sogenannte Aufschieberitis. Denn im Folgejahr passierte immer wieder das Gleiche. Die Verzweiflung bei den Kindern und Eltern wächst in solchen Situationen, das Gefühl, fehl am Platz zu sein, nimmt zu, und das Kind verkrümmt sich immer mehr. Die Eltern verzweifeln, denn nein, sie sind nicht in der Lage, den Frust und den Druck, den Anpassungsdruck aus der Schule, nachmittags auszugleichen.

Für die Eltern bedeutet das: Sie müssen immer wieder von vorne anfangen. Immer wieder erklären. Immer wieder kämpfen. Das kostet Kraft. Enorme Kraft.
An sich mag ich das Wort „kämpfen“ gar nicht, aber genau dieses Gefühl beschreiben mir viele Eltern.

In dieser Situation zu stecken und zuzusehen, wie das eigene Kind immer mehr an sich zweifelt und das starke Gefühl entwickelt, nicht zu passen, ist nicht nur enttäuschend, sondern auch enorm belastend für die Eltern.

Die unsichtbare Belastung

Was dabei oft vergessen wird: Diese Situation betrifft nie nur das Kind allein. Sie zieht sich durch die gesamte Familie.

Die Eltern stehen unter Dauerstress. Sie tragen Verantwortung, Zweifel und Druck gleichzeitig. Druck der Kinder und Druck der Schule, das permanente Gefühl selbst ständig misverstanden zu sein. 
Sie versuchen, ihr Kind emotional aufzufangen – während sie selbst kaum Halt bekommen und kaum Möglichkeiten zum Austausch haben.

Und gleichzeitig wissen sie:

Wenn wir jetzt nicht stark bleiben, bricht unser Kind vielleicht wirklich ein.

Diese innere Verpflichtung ist enorm. Denn viele hochbegabte, hochsensible Kinder reagieren nicht einfach „ein bisschen empfindlich“.

Sie ziehen sich zurück.
Sie verlieren Motivation.
Sie entwickeln Selbstzweifel.
Im schlimmsten Fall geben sie sich innerlich auf.

Viele dieser Kinder schleifen an der ganz dünnen Grenze zur Depression und nein es ist kein vorübergehender Zustand – diese Situation spiegelt und streut auf das gesamte Leben. Weil die Eltern das sehr gut wissen, belastet sie diese Situation, dieses Ungleichgewicht im Können der Kinder, später auch im Wollen, verkümmerte Motivation, Leben im Dauerstress sehr. 

Die Belastung der Eltern von hochbegabten, höchstbegabten und oft hochsensiblen Kindern bleibt oft nach außen unsichtbar.

Das wird oft übersehen – Die Last liegt oft bei den Müttern

Ein Aspekt, über den viel zu selten gesprochen wird:
Die Hauptlast dieser Situation wird in vielen Familien von den Frauen getragen.

Nicht, weil Väter nicht involviert sind – sondern weil Mütter in der Praxis, nach der Schule oft mehr Zeit mit den Kindern verbringen und dadurch näher an ihrem Alltag sind. Sie erleben die feinen Veränderungen, die Stimmungsumschwünge, die Erschöpfung – ungefiltert und unmittelbar.

Sie sind es, die:

  • die Nachmittage auffangen
  • die emotionalen Ausbrüche begleiten
  • die Gespräche führen
  • die Sorgen nachts mit ins Bett nehmen

Sie sehen nicht nur das „Problem“. Sie fühlen es – jeden Tag. Und genau das verstärkt die Belastung enorm.

Eltern – und besonders viele Mütter – befinden sich dadurch in einem permanenten Spannungsfeld:

  • Sie müssen kämpfen – obwohl sie erschöpft sind.
  • Sie müssen erklären – obwohl sie sich nicht gehört fühlen.
  • Mütter stehen unter der Erwartung, Stabilität zu gewährleisten – trotz eines Schulsystems, dessen Auswirkungen häufig destabilisieren. Es ist auch nicht eine Erwartung der Stabilität, sondern eine Notwendigkeit stabil zu bleiben für die eigenen Kinder.

Und genau hier liegt die große Gefahr: Wenn diese Belastung über lange Zeit anhält, erschöpft sie nicht nur das Kind – sondern die gesamte Familie.

Natürlich kann man sagen, dass die Schulzeit irgendwann mal vorbei geht – aber das ist doch nicht die Lösung, denn die Zeit die schön sein sollte, kommt nie zurück.

Was sich ändern muss

Es braucht ein Umdenken.

Nicht jedes Problem ist sofort sichtbar. Nicht jedes Kind zeigt sein Leiden im Klassenzimmer.
Und nicht jede elterliche Sorge ist „übertrieben“.

Gerade bei hochbegabten und hochsensiblen Kindern gilt:

1. Frühes Zuhören verhindert späte Krisen.
2. Ernstnehmen ist keine Option – sondern Voraussetzung.
3. Zusammenarbeit mit Eltern ist kein „Extra“ – sondern essenziell.

Dieser Text ist ein Einblick in die Realität vieler Familien, die Tag für Tag versuchen, das Richtige zu tun – für ihre Kinder. So dass die Kinder die Möglichkeit zu einer normalen, gesunden Entwicklung bekommen. Einer Entwicklung, deren Grundlage nicht die Zweifel sind. Dabei fühlen sich die Eltern sehr oft allein gelassen.

Vielleicht ist genau das der wichtigste Punkt:

Diese Eltern übertreiben nicht.
Sie beobachten. Sie spüren. Sie tragen.

Und sie brauchen keine Zweifel.
Sie brauchen Partner.

Denn die Schule sollte Kinder stärken. Und Familien nicht zerbrechen lassen.

Die Schule sollte Kinder stärken und Familien nicht zerbrechen lassen.

Brzeska Malgorzata

Hallo, ich bin Dr. Małgorzata Brzeska.

Auf meinem Blog schreibe ich über Hochbegabung, Höchstbegabung und Hochsensibilität – sowie über Wertschätzung, positive Entwicklungen im Schulsystem und neue Wege für Kinder. Wege, die wirklich zu ihnen passen.

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Wenn du beim Lesen gespürt hast, wie sehr dich diese Situation selbst fordert – wie viel Kraft es dich kostet, zu erklären, zu tragen, stark zu bleiben – dann bist du hier genau richtig.

Denn oft geht es nicht nur um das Kind.
Es geht auch um dich.

Um deine Erschöpfung.
Deine Zweifel.
Dein Gefühl, nicht gehört oder nicht ernst genommen zu werden.

Und genau hier setze ich an.

In meinem 1:1 Coaching und Mentoring begleite ich Eltern hochbegabter, hochsensibler und intensiver Kinder dabei, wieder in ihre eigene Stärke zu kommen.
Klarheit zu gewinnen.
Sicherheit im Handeln zu entwickeln.
Und Wege zu finden, die sich nicht nur für das Kind – sondern auch für dich stimmig anfühlen.

Denn du kannst dein Kind nur dann wirklich tragen, wenn auch du Halt hast. Du musst diesen Weg nicht allein gehen.

Wenn du spürst, dass jetzt der Moment ist, dich selbst wieder zu stärken und einen klaren nächsten Schritt zu gehen, dann lade ich dich herzlich ein zu einem persönlichen 1:1 Coaching oder Mentoring mit mir.

Was du durch eine Zusammenarbeit mit mir gewinnst

  • Klarheit statt Zweifel: Du verstehst endlich, warum dein Kind so reagiert – und was es wirklich braucht.

  • Sicherheit im Handeln: Du lernst, wie du in Schule, Familie und Alltag souverän Entscheidungen triffst.

  • Mehr Leichtigkeit: Du erlebst, wie sich Konflikte entspannen, wenn du die Dynamiken dahinter erkennst.

  • Stärkung eurer Beziehung: Du gewinnst neue Wege, dein Kind auf Augenhöhe zu begleiten.

  • Individuelle Strategien: Keine Standardtipps – alles ist passgenau auf dein Kind und eure Situation ausgerichtet.

  • Wachstum für dich selbst: Du entwickelst dich als Elternteil weiter und gehst gestärkt aus diesem Prozess hervor.

Brzeska Malgorzata

Coaching und Mentoring mit Dr. Malgorzata Brzeska

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