Hochbegabung gilt oft als Vorteil – doch ohne passende Umgebung wird sie schnell zur Belastung. Warum Passung entscheidend ist und worauf es wirklich ankommt.
Die besondere Rolle von Lehrern
Hallo ich bin Dr. Małgorzata Brzeska.
Auf meinem Blog schreibe ich über Hochbegabung, Höchstbegabung und Hochsensibilität – sowie über Wertschätzung, positive Entwicklungen im Schulsystem und neue Wege für Kinder. Wege, die wirklich zu ihnen passen.
Schön, dass du hier bist!
Es gibt Lehrer, die ein Kind und seine Eltern ein Leben lang begleiten, auch lange nachdem der Unterricht vorbei ist, weil sie mehr hinterlassen haben als Wissen – nämlich ein Gefühl von Gesehenwerden und Vertrauen. Ich will alle Lehrer ermütigen um so eine positive Position anzunehmen.
Gerade für begabte und hochbegabte Kinder ist die Schule kein neutraler Ort, sondern ein Raum voller Erwartungen (vor allem was Wissen-Input angeht), Hoffnungen und oft auch Unsicherheiten, in dem die Rolle der Lehrkraft eine besondere Bedeutung bekommt.
Viele Eltern verbinden mit Lehrern nicht nur die Vermittlung von Inhalten, sondern die leise Hoffnung, dass jemand ihr Kind wirklich versteht und ihm die richtigen Impulse für seine Entwicklung gibt. Dabei erwartet niemand Perfektion oder tiefes Expertenwissen über Hochbegabung, sondern vielmehr Offenheit, Neugier und die Bereitschaft, das Kind als Individuum wahrzunehmen und zwar jeden Kind – hochbegabte Kinder haben hier kein Alleinstellungsmerkmal.
In der Realität zeigt sich jedoch häufig, dass die Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule nicht selbstverständlich ist, obwohl sie für die Entwicklung des Kindes entscheidend wäre. Ein Dialog an dieser Stelle würde sehr viel bringen und die Arbeit der Lehrer erleichtern. Denn immer noch Eltern sind die Experten für das jeweilige Kind. Sie sehen und erfahren in welcher Laune und mit welcher Motivation das Kind nach Hause von der Schule kommt und nicht umgekehrt. Lehrer dafür besitzen eine besondere, fast unsichtbare Kraft, mit der sie Kinder stärken, inspirieren und ihnen helfen können, ihr Potenzial zu entfalten – oder sie unbeabsichtigt begrenzen.
Ein Kind kann durch einen einzigen unterstützenden Lehrer beginnen, an sich selbst zu glauben, während fehlende Wertschätzung genau das Gegenteil bewirken kann.
Besonders sensible und schnelle Denker, wie es viele hochbegabte Kinder sind, reagieren stark auf die Haltung ihres Gegenübers und spüren sehr genau, ob sie gesehen oder eingeordnet werden. So entsteht im Klassenzimmer täglich ein feines Gleichgewicht zwischen Förderung und Anpassung, zwischen Entfaltung und Begrenzung, das maßgeblich von der Haltung der Lehrkraft beeinflusst wird.
Und genau hier beginnt die zentrale Frage dieses Artikels: Wie können Lehrer zu denjenigen werden, die nicht nur unterrichten, sondern im Leben eines Kindes wirklich einen Unterschied machen?
Die besondere Rolle von Lehrern bei begabten und hochbegabten Kindern
Für viele Kinder ist Schule ein Ort des Lernens.
Für begabte und hochbegabte Kinder ist sie oft noch mehr: ein Ort der Hoffnung.
Hier entscheidet sich, ob ihr inneres Feuer genährt oder gedämpft wird. Hier entstehen Chancen – aber leider auch Missverständnisse und Herausforderungen.
Viele Eltern sehen Schule deshalb als gemeinsames Projekt:
Kind + Eltern + Lehrer = Entwicklung
Und doch zeigt die Realität:
Diese Partnerschaft wird zu selten wirklich gelebt. Die Situationen, wo Eltern diplomatisch überlegen wie ein Lehrer anzusprechen ist, finde ich sehr Schade denn schon hier entsteht eine große Herausforderung. Eltern wollen nur das beste für ihre Kinder und suchen nach Unterstützung, Verständnis. Ein offenes Gesprech, wo keiner falsch voreingestellt ist, wäre von Vorteil. Es geht eignetlich nie um den Lerher als Person oder die Rolle, denn diese ist vordefiniert – es geht viel mehr um das Kind, um die mögliche entwicklung oder Stagnation. Hier spielt ein Lehrer die entscheidende Rolle. Es geht auch selten um Mehraufwand, sonder um Verstädnis und kluge Führung seitens der Lehrkraft.
Niemand erwartet, dass ein Lehrer Experte für Hochbegabung ist oder jede Besonderheit im Detail kennt, vielmehr wünschen sich Eltern Offenheit, Interesse und die Bereitschaft, ihr Kind als Teil eines gemeinsamen Projekts zu sehen, das aus Schule, Elternhaus und Kind besteht – eine Zusammenarbeit, die in der Praxis leider noch viel zu selten wirklich gelebt wird.
Lehrer als Gärtner
Stell dir jedes Kind wie eine Blume vor.
Ein guter Lehrer ist kein Kontrolleur – er ist ein Gärtner, der sein Garten pflegt, die Regel aufstellt. Es ist eine, finde ich, sehr starke Metapher.
Der Lehrer erkennt:
- Manche Pflanzen brauchen mehr Licht
- Andere mehr Zeit
- Einige wachsen schneller, andere tiefer
Ein Gärtner zieht nicht an der Pflanze, damit sie schneller wächst. Er schafft die Bedingungen, damit Wachstum möglich wird und zwar für jede Pflanze. Hier ist die besondere Rolle des Lehrers als Gärtner – er sorgt absolut für jede Pflanze in seinem Garten.
Als Lehrer erkenne das Potenzial, nicht nur die Leistung.
Lehrer verfügen über eine besondere, fast magische Fähigkeit, denn sie können Bedingungen schaffen, in denen Kinder sich wie Blumen entfalten, in ihrem eigenen Tempo wachsen, ihre individuelle Schönheit zeigen und ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln, das sie weit über die Schulzeit hinaus trägt.
Mögliche Rollen und Wege des Lehrers
Es gibt zwei Wege, die Lehrer gehen können: entweder immer Standarddenken anwenden, die Kinder in vorgesehene Schubladen stecken – Hochleister, Mitte und die Kinder die nicht wirklich nachkommen. Oder auch der deutlich spannedere Weg der Entfaltung. Hier alle haben Chancen zu wachsen, stärker zu werden und sich zu enfalten. Hier noch kurz zusammengefasst, was in beiden Fällen mit Kinder aber auch mit der Lahrkraft passiert.
Der Weg der Schubladen:
- Ein Kind passt nicht ins Raster → wird eingeordnet
- Tempo zu langsam oder zu schnell → wird problematisiert
- Andersartigkeit → wird als Störung gesehen
Die Folgen für die Kinder:
– Verlust von Selbstvertrauen
– Rückzug oder Widerstand
– Potenzial bleibt verborgen
– Unlust kommt hoch und im Unterricht wird nur der Klingel erwartet. Das Kind freut sich nicht auf die Stunde, sondern freut sich nur aus die Pause.
– Hier leider auch die Kinder die excellent in einem Fach sein könnten, tendieren zur Stagnation.
Konsequenzen für den Lehrer:
Der Schein, dass hier alles in Ordnung ist und dass dieser Weg der einfahrere für den Lehrer mit weniger Aufwand ist, täuscht. Die Realität ist:
– Der Unterricht wird zunehmend anstrengender, weil Widerstand, Unruhe oder Rückzug der Kinder zunehmen
– Die Beziehung zu einzelnen Schülern bleibt oberflächlich oder wird konflikthaft
– Elternkontakte entwickeln sich häufiger zu Rechtfertigungsgesprächen statt zu echter Zusammenarbeit
– Das Gefühl von Wirksamkeit sinkt – trotz viel Einsatz entsteht wenig echte Entwicklung
– Frustration wächst, weil Potenziale nicht sichtbar werden und Fortschritte ausbleiben
– Die eigene Rolle verengt sich auf Kontrolle statt Gestaltung
– Motivation im Beruf kann langfristig abnehmen, da positive Rückmeldungen und echte Erfolgserlebnisse fehlen
– Es entsteht Distanz – zu den Kindern, aber auch zur ursprünglichen Motivation, Lehrer zu sein
Kurz gesagt: Der Lehrer verwaltet mehr, als dass er gestaltet. Von hier aus, ist der Weg zum Burnout beim Lehrer kurz.
Der Weg der Enfaltung:
– Individualität wird gesehen
– Unterschiede werden genutzt
– Entwicklung wird begleitet
Die Folgen für die Kinder:
– Selbstbewusstsein wächst
– Motivation entsteht von innen
– Kinder beginnen zu strahlen
– Kinder entdecken Spaß am Unterreicht und Fach
– Kinder schätzen nicht nur das, was gelehrt wird, aber auch die Form, wie das geschiet
– Mit der Zeit die Kinder lernen selbst zu lernen und engagieren sich immer stärker
– Jedes Kind entfltet sich in unterschiedlicher Tiefe und das ist OK
Konsequenzen für den Lehrer:
Wer Individualität zulässt, verändert nicht nur die Kinder – sondern auch sich selbst in seiner Rolle.
– Unterricht wird lebendiger, weil echte Beteiligung und Interesse der Kinder entstehen
– Beziehungen zu Schülern werden tragfähig, respektvoll und von Vertrauen geprägt
– Eltern werden zu Partnern, nicht zu Gegenübern
– Der Lehrer erlebt sich als wirksam – Entwicklung wird sichtbar und spürbar
– Motivation steigt, weil Fortschritte und kleine „Aha-Momente“ Energie zurückgeben
– Die eigene Professionalität wächst, da flexible Lösungen und neue Wege entstehen
– Der Beruf wird sinnstiftend erlebt – nicht nur als Aufgabe, sondern als Beitrag
– Es entstehen Momente, die bleiben – für die Kinder und für den Lehrer selbst
Kurz gesagt: Der Lehrer gestaltet Entwicklung und erlebt echte Wirkung. Das trägt alle beteligten weiter.
Was macht einen Lehrer unvergässlich?
Ein Lehrer wird nicht durch Fachwissen unvergesslich. Sondern durch Wirkung, durch den Umgang mit den Themen.
Hier sind die zentralen Elemente:
– Wertschätzung – jedes Kind zählt
– Akzeptanz – Unterschiede sind kein Problem, sondern Realität
– Partnerschaft – Zusammenarbeit mit Eltern
– Interesse wecken – Lernen als Reise gestalten
– Erfolgserlebnisse ermöglichen – jeder braucht Momente des „Ich kann das!“
– Individualisierung & Differenzierung
– Fördern UND Fordern
– Selbstbewusstsein stärken
– Ambitionen wecken
– Zeit schaffen, an die man sich gerne erinnert
Ein zentraler Gedanke ist hier auch: Der Lehrer hat seine Position – er muss sich nicht beweisen oder verteidigen, sondern vor allem Verständnis zeigen, Kinder akzeptieren und partnerschaftlich agieren. Es ist nicht schlimm, wenn ein Lehrer etwas nicht weiß, denn niemand kann alles wissen. Entscheidend ist, wie man miteinander umgeht.
Lehrer unterrichten nicht nur Fächer – als Lehrer prägst du Leben.
Warum die Haltung des Lehrers so entscheidend ist
Ein guter Lehrer erklärt. Ein großartiger inspiriert.
Zwei Arten von Lehrern – eine Entscheidung
Lehrer sein heißt: Möglichkeiten sehen, wo andere Grenzen sehen.
Hallo, ich bin Dr. Małgorzata Brzeska.
Auf meinem Blog schreibe ich über Hochbegabung, Höchstbegabung und Hochsensibilität – sowie über Wertschätzung, positive Entwicklungen im Schulsystem und neue Wege für Kinder. Wege, die wirklich zu ihnen passen.
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In meinem 1:1 Coaching und Mentoring begleite ich Eltern hochbegabter, hochsensibler und intensiver Kinder dabei, wieder in ihre eigene Stärke zu kommen.
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Was du durch eine Zusammenarbeit mit mir gewinnst
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Mehr Leichtigkeit: Du erlebst, wie sich Konflikte entspannen, wenn du die Dynamiken dahinter erkennst.
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Stärkung eurer Beziehung: Du gewinnst neue Wege, dein Kind auf Augenhöhe zu begleiten.
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Individuelle Strategien: Keine Standardtipps – alles ist passgenau auf dein Kind und eure Situation ausgerichtet.
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Wachstum für dich selbst: Du entwickelst dich als Elternteil weiter und gehst gestärkt aus diesem Prozess hervor.

Coaching und Mentoring mit Dr. Malgorzata Brzeska
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